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Gedanken zur Spiegelung von Neptun und Pluto


2017 ergibt sich eine Spiegelung von Neptun und Pluto im großen Teiler 4, die sich gleichmäßig über das Jahr verteilt. Pluto bewegt sich im Bereich 17 - 19 Grad Steinbock, Neptun im Bereich 11 - 13 Grad Fische. Die exakten Übergänge liegen im Februar, Ende August/Anfang September und im Dezember.
Das Zusammenspiel von Neptun und Pluto ist subtil und noch schwerer einzuschätzen als dasjenige von Uranus und Neptun, das zuletzt fällig war. Auf einer allgemeinen Ebene hat dieser langsamste aller Zyklen (Dauer: ca. 493 Jahre) viel mit dem Unbewussten des Kollektivs zu tun, mit einer Öffnung für übergeordnete, kollektive Ideen und Inhalte. Ob diese Ideen aufbauend oder zerstörerisch wirken, hängt von den äußeren Umständen ab sowie den anderen mitspielenden Konstellationen.

Anfang der 1930er Jahre ergab sich eine Spiegelung von Neptun und Pluto, ebenfalls in Teiler 4. In dieser besonders schlimmen, von einer weltweiten Wirtschaftskrise zerrütteten Zeit wurden bekanntlich die Wurzeln für die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus, den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg gelegt. Es ging damals darum, Deutschland zu alter Größe und Stärke zu verhelfen. 1892 ergab sich die letzte Konjunktion von Neptun und Pluto. Mehr oder weniger alle am Nationalsozialismus Beteiligten hatten diese Konstellation in ihren Geburtshoroskopen.
Nun steuern wir erneut auf eine Spiegelung von Neptun und Pluto zu und können gewisse Parallelen entdecken. Ohne die Zeit von damals mit der heutigen vergleichen zu wollen, geht es doch wieder um "Größe und Stärke", um das "Wir zuerst". Man denke nur an Donald Trump, der mit den Slogans "Make America great again" und "America first" die Präsidentschaftswahl für sich entschied. Andere Beispiele sind die imperiale Politik Russlands unter Präsident Putin und das diktatorische Gebaren des türkischen Präsidenten Erdogan, der sein Land ebenfalls "groß" machen möchte.

Nun wäre es jedoch verfehlt, Neptun/Pluto-Verbindungen nur in diese eine Richtung zu deuten. Ein Blick auf frühere Perioden, die von Neptun/Pluto geprägt wurden, macht folgendes deutlich: In fast allen Fällen waren tief greifende gesellschaftliche oder politische Wandlungsprozesse im Gange, die mit Unzufriedenheit, Unsicherheit und/oder Terror einhergingen. Häufig herrschten wirtschaftliche Schwächeperioden vor. Es gab gravierende Katastrophen und Unglücksfälle, wobei zum Teil die Nuklearenergie bzw. atomare Bedrohungen eine Rolle spielten.
Als positive Entsprechung kam es zu Annäherungen zwischen rivalisierenden Staaten mit Verträgen und Abkommen als Folge, des Weiteren zu spektakulären Erfindungen und Neuerungen.

Hier eine Auflistung von Entsprechungen, die mir im Zusammenhang mit der aktuellen Spiegelung von Neptun und Pluto wahrscheinlich erscheinen:
  • Die Unzufriedenheit vieler Menschen ist unvermindert groß und könnte im Jahr 2017 auf einen neuen Höhepunkt zusteuern. Überall auf der Welt sind rechtspopulistische Strömungen auf dem Vormarsch und gefährden die demokratischen Werte. Sie schüren Ängste und Vorurteile und versprechen einfache Lösungen.
  • Die Krise, in der sich die Europäische Union seit einigen Jahren befindet, dürfte weiter anhalten. Von Einigkeit ist wenig zu spüren. Auch hier feiern populistische Parteien Wahlsiege am Fließband. Die Konflikte innerhalb der EU können zu politischen Krisen und/oder wirtschaftlichen Verwerfungen führen.
  • Auch außerhalb Europas können wirtschaftliche Verwerfungen eine Rolle spielen und die Finanzmärkte beeinflussen.
  • Die USA sind ein zutiefst gespaltetes Land, das der neu gewählte Präsident Trump nicht wird versöhnen können. Im Gegenteil: Unter seiner Führung ist zu befürchten, dass viele Probleme und Missstände in den USA sich noch weiter verschärfen werden. Auf der anderen Seite könnten die Vereinigten Staaten so stark mit sich selbst beschäftigt sein, dass sie sich aus internationalen Belangen weitgehend heraushalten.
  • Die Terrorgefahr ist weltweit und insbesondere auch in Europa im Jahr 2017 sehr real.
  • Neben krisenhaften Szenarien dürften allerdings auch immer wieder positive Entsprechungen eine Rolle spielen. So ist es beispielsweise denkbar, dass die Auflösungen bestehender Strukturen, wie sie durch Neptun angezeigt werden, sich auf längere Sicht als günstig erweisen.
  • Eine weitere positive Entsprechung ist die Annäherung zwischen rivalisierenden Staaten mit Verträgen und Abkommen als Folge.
29.10.2017 - Nachtrag: Nun, da die ersten beiden Übergänge der aktuellen Neptun/Pluto-Spiegelung hinter uns liegen, können wir bereits ein vorläufiges Resümee ziehen:
Als der erste Übergang im Februar 2017 fällig war, hatte Donald Trump gerade sein Amt begonnen. Bereits nach kürzester Zeit bestimmten Lügen, Verunsicherung, Chaos und Infragestellung das Bild. Trumps Einreiseverbot für Staatsbürger von sieben muslimisch geprägten Ländern wurde von den Gerichten umgehend außer Kraft gesetzt. Seinen Sicherheitsberater musste er nach 24 Tagen im Amt entlassen. Hatte Trump vor der Wahl angekündigt, die unter Konservativen verhasste Gesundheitsreform seines Vorgängers "Obamacare" durch etwas "Wunderbares" zu ersetzen, zeigte sich nun, dass ein konkreter Plan überhaupt nicht vorhanden war. Wie schon im Wahlkampf waren es die "Fake-News-Medien", gegen die Trump wetterte. Zum Zeitpunkt des ersten Neptun/Pluto-Übergangs war aus der Kritik an Einzelnen bereits ein Generalangriff geworden.

Der zweite Neptun/Pluto-Übergang ergab sich Anfang September, als zusätzlich das Halbquadrat von Uranus und Neptun fällig war: Dies war eine Zeit heftiger Naturkatastrophen: Überschwemmungen, Hurrikans und Erdbeben. Gleichzeitig erlebten wir eine Verschärfung im Atom-Konflikt mit Nordkorea, als das nordkoreanische Staatsfernsehen die "erfolgreiche" Zündung einer Wasserstoffbombe von "beispielloser Kraft" meldete.

Der letzte Neptun/Pluto-Übergang im Dezember könnte weniger spektakulär ausfallen, da das Uranus/Neptun-Halbquadrat zu dieser Zeit nicht wirksam ist. Dennoch gehe ich davon aus, dass wir einige markante Entsprechungen erleben werden. Es könnte allerdings sein, dass diese erst später in ihrer vollen Bedeutung erkannt werden.

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