Olaf Staudt
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Astrologische Analysen



Berlusconi zwischen Mars und Saturn


8. April 2006 - In Italien findet dieses Wochenende die Parlamentswahl statt. Glaubt man den Umfragen, so liegt Herausforderer Romano Prodi um ca. 5 Prozentpunkte vorn. Angeblich waren aber 25 % der wahlberechtigten Italiener zum Zeitpunkt der Umfrage noch unentschlossen.
Mir geht es in diesem Artikel jedoch nicht darum, eine Wahlprognose zu erstellen, es soll Berlusconis Sekundärprogression für dieses Jahr aufgezeigt werden. Diese nämlich muss jeden Astrologen aufgrund ihrer Dramatik bedenklich stimmen:

Untere Abbildung zeigt die lineare Darstellung von Berlusconis Horoskop (obere Linie) mit der Sekundärprogression für Anfang April 2006 (untere Linie - rot). Im hier dargestellten Teiler 4 lassen sich alle Konjunktionen, Quadrate und Oppositionen sowie deren Spiegelungen erfassen. In der herkömmlichen Kreisdarstellung sind derartige Zusammenhänge nicht oder nur sehr schwer zu erkennen. Aufgrund zahlloser Analysen bin ich bereits vor längerer Zeit zu der Erkenntnis gelangt, dass die Spiegelpunkte von enormer Bedeutung sind. Einem Astrologen, der diese unberücksichtigt lässt, entgehen wichtige Informationen - im Grunde genommen sieht er nur die Hälfte. Diese Tatsache bestätigt sich mir in meiner Praxis jeden Tag aufs Neue.

Im Geburtsbild Berlusconis erkennen wir eine sich anbahnende progressive Zusammengestirnung von Sonne, Mars und Saturn. Die progressive Sonne läuft ins Quadrat zum progressiven Saturn. Gleichzeitig nähert sich der progressive Mars im Gegenbogen dieser Konstellation. Das gleichzeitige Zusammentreffen von Sonne, Mars und Saturn ist äußerst selten. Die meisten Menschen erleben eine solche Progression - glücklicherweise - nie. Wenn es doch einmal geschieht, sind für den Betreffenden äußerst kritische Zeiten angezeigt. Die Sonne wird zwischen den polaren Energien von Mars und Saturn buchstäblich "zerrieben". Blockaden und Hemmungen stellen sich ein. Man kommt mit einer solchen Verbindung ohne irgendeine Form der Trennung oder Umstrukturierung einfach nicht weiter. Da die Sonne auch für den Körper und die Lebenskraft steht, sind große gesundheitliche Belastungen bzw. Gefahren mit dieser Planeten-Kombination verbunden.

Exakt wird die Progression Mitte Oktober 2006. Das sieht dann so aus: Sonne, Mars und Saturn stehen exakt zusammen, zusätzlich betritt noch der progressive Mond das Bild (Abb. unten).

Spiegelpunkte, auch Antiszien genannt, wurden bereits in der klassischen Astrologie verwendet. Heutzutage arbeiten fast ausschließlich die Vertreter der Hamburger Schule und verwandter Schulen mit ihnen. Gespiegelt wird in Teiler 4 an den vier Kardinalpunkten (0° Widder, 0° Krebs, 0° Waage und 0° Steinbock). Bilden zwei Faktoren den gleichen Abstand zu diesen Punkten, so spricht man von einer Spiegelung. Der Spiegelpunkt ist also von jedem der vier Kardinalpunkte genauso weit entfernt, wie der für den Spiegelpunkt maßgebende Faktor, nur in entgegen gesetzter Richtung.

Damit der interessierte Leser die Konstellationen in der gewohnten Kreisdarstellung nachvollziehen kann, hier die Einzelheiten: Silvio Berlusconi wurde am 29.9.1936 um 6.30 MEZ in Mailand geboren. Mitte Oktober 2006 wird sich seine progressive Sonne auf exakt 16° Schütze befinden. Der progressive Saturn wird zu diesem Zeitpunkt auf 16° 06 Fische gelangt sein. Dieses exakte Quadrat kann jeder Astrologe auch im Kreis nachvollziehen. Nun wird sich aber darüber hinaus der progressive Mars zu diesem Zeitpunkt auf 13° 56 Waage befinden (im Oktober zusätzlich in exakter Konjunktion mit dem progressiven Mond). Die Distanz des progressiven Mars zu 0° Waage entspricht aber genau der Distanz der progressiven Sonne zu 0° Steinbock, nämlich rund 14 Grad - ein Spiegelpunkt also.

Nun muss man wissen, dass sich eine derartige Progression nicht genau zur Zeit der Exaktheit auslösen muss. Sie läuft bereits jetzt langsam an und wirkt bis ins Jahr 2007 hinein, wobei natürlich auch die Transite eine wichtige Rolle spielen.

Auch wenn sich beim milliardenschweren Medienmogul Berlusconi die Geister scheiden und mancher eine solche Konstellation gern als ausgleichende Gerechtigkeit ansehen wird, der italienische Präsident kann einem mit dieser Progression wirklich Leid tun. Im Grunde genommen muss man ihm sogar wünschen, dass er die Wahl verliert, denn mit einer Niederlage könnte er möglicherweise einen Teil der schwierigen Energien abdecken. Es bleibt abzuwarten, wie Berlusconi diese absolut kritische Zeit bis Jahresende überstehen wird...


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