Olaf Staudt
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Astrologische Analysen



Bush, die USA und der Folter-Skandal


Für den Krieg im Irak gab es viele Begründungen, doch keine hielt der Wirklichkeit stand. Die angekündigten Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden. Das eigentliche Ziel Washingtons war nicht Rüstungskontrolle, sondern die Unterwerfung des Irak. Das verlegene Gerede von einer „überschätzten Gefahr“ oder von angeblichen Fehlinterpretationen der Geheimdienste sollte den Angriff als lässlichen Irrtum erscheinen lassen. Dass der „Grund“ in Wahrheit ein Vorwand war, lässt sich jedoch nicht mehr vertuschen.

Umso wichtiger wurde es, den Irak als Brutstätte des Terrorismus zu entlarven: Tatsächlich ist das Land auf dem Weg dazu, eine Basis für politische Gewalttäter zu werden – aber erst durch die Besatzung und den Widerstand, den sie weckt. Gewiss regierte Saddam Hussein sein Reich mit eiserner Faust, doch mit den Anschlägen vom 11. September hatte er nichts zu tun, auch wenn 70 Prozent aller Amerikaner dies als Ergebnis eines unsäglichen Medien-Spektakels noch immer glauben mögen.

Blieb zur Begründung die Errettung der geschundenen Iraker aus Diktatur und Gewalt. Sogar ein Angriffskrieg kann nachträglich etwas humanitären Glanz gewinnen, wenn er einem geknechteten Volk die Freiheit bringt oder wenigstens ein besseres Leben. Zwar verheißt es nichts Gutes für eine internationale Ordnung, wenn eine Supermacht unliebsame Regime nach Belieben kriminalisieren und mit Krieg überziehen kann, doch entscheidet letztlich der Erfolg. Und gerade der fehlt im Irak: Kein Wohlstand, keine Demokratie, keine Ruhe, keine Sicherheit.

Und nun die widerwärtigen Bilder von gefolterten Gefangenen samt grinsenden Kerkermeistern und –meisterinnen! Sie haben der Besatzung den letzten moralischen Kredit genommen, den sie bei einer Minderheit von Irakern noch hatte. Ein Ende des Skandals ist nicht abzusehen, immer wieder erscheinen neue, menschenverachtendere Fotos und Berichte in den Medien. Die arabische Welt sieht sich in ihren schlimmsten Verdächtigungen über die Absichten der Amerikaner bestätigt. Um Schandtaten einzelner Sadisten handelt es sich dabei ganz offensichtlich nicht.

Astrologisch betrachtet befindet sich die Besatzermacht USA und deren Präsident George Bush "unter Belagerung". Im Horoskop von Amerika haben sich in der Geschichte die Grade 13-18 der fixen Zeichen stets als besonders sensible Punkte herausgestellt. Immer wenn sich Langsamläufer auf diesen Graden bewegten, bedeutete dies große Probleme für Land und Regierung. Momentan befindet sich Neptun auf 15 Grad Wassermann in Konjunktion mit MC und Mond. Zusätzlich kommen noch weitere kritische Konstellationen zur Auslösung:

Abb. links: Horoskop der USA (4. Juli, 1776, 2:13 LMT, Philadelphia, USPA), Innenkreis: Radix, außen: Transite. Transit-Neptun bildet eine Konjunktion mit dem MC (Regierung, Präsident, Skandal, Scham, Heimlichkeiten, Verfehlungen); Transit-Pluto bildet eine exakte Opposition zu Mars (Angriff, Brutalität); Transit-Uranus quadriert exakt den Aszendenten und bildet einen Spiegelpunkt zum Aszendentenherrscher Merkur (die Menschen in Aufruhr); Transit-Saturn nähert sich der Sonne (der Präsident unter Druck).

Die Sonnenbögen ergänzen das Bild (nicht abgebildet): Sonne s = Saturn, Mars s = Mondknoten (Gewalt an die Öffentlichkeit gebracht). Uranus s nähert sich dem Pluto (in 9 - Ausland, internationale Gemeinschaft, herrscht über 6 - Militär). All diese Konstellationen spiegeln die momentane Situation deutlich wider und machen klar: ein Ende des Schreckens ist nicht abzusehen.



Auch die Transite im Horoskop von George W. Bush für die kommenden Monate gestalten sich schwierig (Abb. oben, Lineargrafik, George W. Bush, Teiler 8): Transit-Saturn löst einen persönlichen Faktor nach dem anderen aus: Juni - Konjunktion Sonne, Juli - Quadrat Mond, September - Quadrat MC, Oktober - Konjunktion Saturn (Saturn-Wiederkehr).

Hinzu kommt die progressive Sonne auf Radix-Mars und Mars/Saturn progressiv (Abb. links, innen: Radix Bush im 90 Grad-Kreis, außen: Progressionen - rot, Transite - blau). Mitte Juni, gleichzeitig mit dem exakten Saturn-Transit über die Radix-Sonne, befindet sich auch die laufende Achse von Mars/Saturn im Gegenbogen auf der progressiven Sonne!

Bush befindet sich derzeit in einem Umfrage-Tief. Der Druck auf den US-Präsidenten erhöht sich weiterhin. Reibung, Widerstand und Blockade im Juni 2004. Die einzige positive Konstellation (exakt im September/Oktober) ist die progressive Konjunktion von Venus und Jupiter. Diese Progression wird Bushs Umfragewerte wohl wieder anheben, aber ich bezweifle, dass sie all die negativen Konstellationen auszugleichen vermag.


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