Olaf Staudt
www.planetenbilder.com

Astrologische Analysen



Merkur - Neptun: Korruption, Doping und die Rechtschreibreform


18. Juli 2005 - Momentan befindet sich Merkur in seiner stationären Phase; in wenigen Tagen wird er rückläufig werden. Dieses Phänomen wiederholt sich jedes Jahr dreimal und verdient an sich keine besondere Erwähnung. Markant an der aktuellen Konstellation ist allerdings der Umstand, dass sich Merkurs Station diesmal in enger Opposition zu Neptun ereignet, wodurch dieser Aspekt über längere Zeit bestehen bleibt: Unklarheiten, Täuschung und Betrug kommen dadurch in verstärktem Maße nach außen. Tatsächlich berichten die Medien derzeit von zahlreichen Betrugs- und Korruptionsfällen.

Als Entsprechung für eine gleichzeitig stattfindende Sonne-Saturn-Konjunktion (Abb. links), sowie Saturns Eintritt ins Zeichen Löwe, mussten bereits mehrere Führungspersonen (Sonne) abdanken (Saturn), und es wird wohl noch so mancher weitere Kopf rollen. (Auf diesen Umstand wurde bereits in meinem aktuellen Newsletter Juli 2005 hingewiesen.) Da sich die Opposition zwischen Merkur und Neptun bis Ende August noch zwei weitere Male wiederholen wird, ist zu vermuten, dass die momentanen Vorkommnisse nur die Spitze des Eisberges sind...

Ein kurzer Überblick über die Zeitqualität von Mitte Juli bis Ende August:

Hier eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Vorfälle und "Unregelmäßigkeiten", die mit den aktuellen Konstellationen in Zusammenhang stehen:

Volkswagen

Der Automobilkonzern Volkswagen ist in einen Skandal aus Schmiergeldzahlungen und Luxusreisen verwickelt, dessen Ausmaße noch nicht abzusehen sind. Im Strudel der Affäre warf Personalvorstand Peter Hartz das Handtuch, um weiteren Schaden vom Unternehmen abzuwenden.
Der langjährige Betriebsratschef Klaus Volkert war im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen gegen Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster bereits eine Woche zuvor zurückgetreten.

Infineon

Nach Peter Hartz musste am vergangenen Samstag auch Andreas von Zitzewitz, Vorstandschef des Chip-Herstellers Infineon, zurücktreten: Zitzewitz wird, zusammen mit dem früheren Infineon-Manager Harald Eggers, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der 2004 bei Infineon ausgeschiedene Eggers (jetzt Chef der Schweizer Unaxis Holding AG) wird verdächtigt, Motorsport-Sponsoring-Verträge gegen Geldzahlungen eingefädelt zu haben.

Wilfried Mohren

MDR-Sportchef Wilfried Mohren wurde vergangenen Donnerstag in seinem Haus bei Leipzig verhaftet und sitzt wegen Verdunklungsgefahr seither in Untersuchungshaft. Mohren hat nach den Ermittlungen der sächsischen Antikorruptionseinheit "Ines" Schmiergelder in Höhe von 150.000 Euro kassiert. Inzwischen zieht der Fall Kreise bis in die deutsche Sportführung. In die Affäre soll auch die Techem AG verwickelt sein.

Schleichwerbung bei der ARD

In der Schleichwerbungs-Affäre der ARD mehren sich Forderungen nach weiteren Konsequenzen. Nachdem die Münchener Produktionsgesellschaft Bavaria Ende vergangener Woche ihren Geschäftsführer Thilo Kleine feuerte, forderte der CDU-Medienpolitiker Bernd Neumann auch personelle Konsequenzen in der ARD - namentlich bei Programmdirektor Günter Struve.

Shuttle-Start verschoben

Der für vergangenen Freitagmorgen (MES) geplante 100. Flug eines Shuttle wurde wegen eines technischen Problems verschoben. Der NASA zufolge war möglicherweise ein Bolzen defekt, der die Raumfähre mit dem äußeren Treibstofftank verbindet.

Doping bei der Tour de France

Die 92. Tour de France hat ihren ersten handfesten Doping-Skandal. Der italienische Radprofi Dario Frigo vom Fassa Bortolo-Team wurde am Mittwoch im Mannschaftshotel festgenommen, nachdem die Polizei von Lyon und der Zoll von Savoyen im Auto seiner Ehefrau am Vorabend an einer Autobahn-Mautstelle in Albertville Doping-Mittel gefunden hatte.

Die Rechtschreibreform

Um die deutsche Rechtschreibung gibt es erneut Verwirrung: Die unionsregierten Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen wollen die beschlossene Einführung der neuen Schreibregeln überraschend verschieben. Das berichten "Der Spiegel" und "Bild am Sonntag". Beide Länder warten demnach, bis der Rat für deutsche Rechtschreibung in den nächsten Monaten seine Empfehlungen für Korrekturen an dem seit Jahren heftig umstrittenen Regelwerk vorlegt.


copyright: Olaf Staudt, Kontakt