Olaf Staudt
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Astrologische Analysen



Die Terroranschläge von London


8. Juli 2005 - Eine Anschlagserie in London forderte gestern Dutzende Tote und Hunderte Verletzte. Knapp 16 Monate nach den Bombenanschlägen in Madrid ist die britische Hauptstadt von der blutigsten Terrorwelle in ihrer Geschichte heimgesucht worden. Inzwischen (Nachmittag des 8. Juli) ist die Zahl der Toten auf mehr als 50 gestiegen.

Die erste Bombe explodierte um 8.51 Uhr Ortszeit in einem Zug, der sich in einem Tunnel nahe der Liverpool Street Station befand. Drei weitere Anschläge folgten innerhalb einer Stunde. Später tauchte in einem Internetforum ein Bekennerschreiben des islamistischen Terrornetzes Al-Kaida auf, dessen Echtheit von den Sicherheitsbehörden allerdings noch nicht bestätigt wurde. Darin hieß es, die Anschläge sollten die "Kreuzfahrer-Regierung" Großbritanniens wegen ihres Truppeneinsatzes in Afghanistan und im Irak treffen.

Das auf den Zeitpunkt des ersten Anschlags berechnete Horoskop zeigt durch das T-Quadrat von Sonne, Mars und Jupiter die einem solchen Ereignis entsprechende Zeitqualität (Abb. unten). Um zu einem tieferen Verständnis zu gelangen, bedarf es allerdings genauerer Analysen.


Mars/Uranus am Widderpunkt


Bei ihrem scheinbaren Jahreslauf um die Erde überschreitet die Sonne den Frühlings- oder Widderpunkt. Dieser Punkt ist eine der beiden Stellen am Himmel, an dem die scheinbare Sonnenbahn (die Ekliptik) den Himmelsäquator schneidet. Im Frühlingspunkt "steht" die Sonne senkrecht über dem Erdäquator. Keine der beiden Hälften der Erdkugel ist in diesem Moment bevorzugt, Tag und Nacht sind gleichlang. Dieser Punkt legt den Beginn unseres tropischen Tierkreises, also 0° Widder, fest.

Da die Sonne bei ihrem Lauf durch den Tierkreis bei 0° Krebs ihren höchsten Punkt erreicht, definierte der Astrologe Alfred Witte den 0° Waage-Punkt als Aszendenten der Erde:
"Nach den z. Zt. gültigen astronomischen Auffassungen ist die Sonne das Zentralgestirn unseres Planetensystems und hat die ihr zugeordnete Bewegung von ca. 1° pro Tag. Dies ist aber nur scheinbar der Fall, denn an der Sonne ist zu erkennen, welche Geschwindigkeit und welchen Stand die Erde in einem bestimmten Augenblick im Tierkreis einnimmt.
Für Witte war es daher nahe liegend bzw. sogar selbstverständlich, dass man die Erde an die Stelle der Sonne setzt. Die Oppositionsstelle der Sonne ist immer der wirkliche Stand der Erde im Tierkreis, d.h. die Sonne ist nur Hilfsmittel, den Stand der Erde festzustellen. (…)
Wenn also - um diese Binsenweisheit noch einmal zu wiederholen - die Sonne im Widder-Punkt steht, dann ist die Oppositionsstelle hierzu der Waage-Punkt, der Stand der Erde."
(Hermann Sporner, Kommentar zum Witte-Artikel "Das Erdhoroskop" aus "Der Mensch - eine Empfangsstation kosmischer Suggestionen).

Dementsprechend brachte Witte den Widderpunkt mit dem "Geschehen auf unserer Erde", der Öffentlichkeit, bzw. der Allgemeinheit in Verbindung. Jeder Faktor oder jede Halbsumme im Spannungsaspekt zum Widderpunkt (auf 0° kardinal und in abgeschwächter Form auf 15° fix) hat das Potential, sichtbar zu werden, ins Bewusstsein der anderen zu gelangen, nach außen zu kommen.

Derzeit befindet sich die Achse Mars/Uranus, die für plötzliche Gewalt, Explosionen, Unfälle, Verletzungen und Terror steht, auf 29 Grad Fische, ist also nur ein Grad vom Widderpunkt entfernt. Zum Zeitpunkt des ersten Anschlags bildet der Meridian von London ein exaktes Halbquadrat zu dieser Achse: WI = MC = MA/UR (Abb. rechts).

Jeder, der sich intensiver mit Astrologie beschäftigt, weiß, dass es nahezu unmöglich ist, ein konkretes Ereignis, wie das der schrecklichen Terroranschläge von London, vorherzusagen. Ein allgemeiner Hinweis auf die erhöhte Gefahr von Unfällen, Explosionen oder Terror in den Tagen um den 7. Juli herum, wäre allerdings durchaus möglich gewesen. (Der Einschlag der von "Deep Impact" abgeschossenen Sonde auf dem Kometen Tempel 1, ein Massensturz am Ende der gestrigen 6. Etappe der Tour de France, die Verletzten beim höchst umstrittenen Stierkampf in der nordspanischen Stadt Pamplona, sowie die Ermordung des ägyptischen Botschafters im Irak sind weitere Entsprechungen für WI = MA/UR.)


Die Achse Mars/Saturn


Zum Zeitpunkt der Anschläge war eine weitere dramatische Konstellation wirksam, die unbedingt mit diesem Ereignis in Verbindung gebracht werden muss: Die Achse Sonne/Saturn befand sich minutengenau auf Mars/Saturn (Abb. unten: Liste aller Faktoren und Achsen in Teiler 4).

MA/SA, von Ebertin als "Todesachse" bezeichnet, symbolisiert den Zusammenprall von Energie und Blockade. Es leuchtet ein, dass dabei vernichtende Energie freigesetzt werden kann. SO/SA steht für einen Tag von saturnischer Qualität: Nüchteren Auseinandersetzug mit der Realität, Einschränkungen und Trennungen gehören dazu.

Nun gibt es immer wieder Astrologen/innen, die die Auffassung vertreten, dass sich mit Halbsummen alles beweisen lässt, nach dem Motte: "Irgend etwas findet man immer". Eine solche Ansicht zeigt aber nur das fehlende Verständnis für diese Technik: Die Achse Mars/Saturn bewegt sich unter normalen Umständen mit einer Geschwindigkeit von ca. 15 Bogenminuten pro Tag. Die Halbsumme Sonne/Saturn wird fast ausschließlich durch die Sonne bewegt, so dass sich eine Geschwindigkeit von ca. einem halben Grad pro Tag ergibt. Überlegen Sie, wie lange es dauert, bis die beiden Halbsummen in einem großen Winkel aufeinander treffen. Gestern war dies der Fall...


Das Menschheitshoroskop


Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang auch das sogenannte Menschheitshoroskop (26.4.1892, 21.46 GMT), das von dem Schweizer Astrologen Claude Weiss entwickelt wurde und sich auf die Erfahrungen der modernen Menschheit bezieht. Es wird für die totale Sonnenfinsternis vier Tage vor der letzten Neptun-Pluto-Konjunktion von 1892 erstellt und funktioniert mit verblüffender Genauigkeit. Auch die Anschläge vom 11. September 2001 sind darin in aller Deutlichkeit enthalten. Derzeit ist auf Grund einer Sonne-Uranus-Progression in Teiler 1 (nicht abgebildet) die vermehrte Gefahr von Unruhen und Anschlägen deutlich zu erkennen. Untere Abbildung zeigt zweimal das auf London berechnete Menschheitshoroskop mit den Transiten zum Zeitpunkt der ersten Bombenexplosion im Außenkreis:

Hier werden erstaunliche Zusammenhänge deutlich: Die oben beschriebene Mars/Saturn-Achse des Tages, und damit auch Sonne/Saturn, befinden sich exakt auf der Neptun-Pluto-Konjunktion des Menschheitshoroskops, die ja die Grundlage dieses Geburtsbildes darstellt (links). Die Sonne des Tages trifft wiederum exakt auf die Sonne/Saturn-Achse des Menschheitshoroskops (rechts).



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